Wunderlist – meine ToDo-App!

Mein (Arbeits-)leben organisiere ich gerne mit kleinen Aufgabenlisten oder mit Post-its.  Egal ob die Einkaufsliste oder die 1-3-5-Liste fürs Büro, ein Blatt Papier reicht. Meiner Meinung nach, muss nicht alles im Kopf gespeichert werden. Blöd nur, wenn die Listen einen Stapel ergeben, der dann unübersichtlich wird.
Vor zwei Jahren habe ich auf der Suche nach einer schicken App „Wunderlist“ der Fa. 6Wunderkinder aus Berlin gefunden. Die App stand sowohl für Tablets und Smartphones zur Verfügung. Auch eine Web-Oberfläche war vorhanden. Die Aufgaben wurden als Liste untereinander zusammengetragen und konnten u.a. als „wichtig“ markiert werden.

Nach einer Zeit hatte ich den Spaß an Wunderlist verloren und gemäß meiner Philosophie die Boardmittel von iOS zu nutzen, alles in die App „Erinnerungen“ eingepflegt. Die App Erinnerungen brachten die gleichen Funktionen mit wie Wunderlist. So schlief die Nutzung ein…
Zwischenzeitlich hatte ich für das Projektmangement den Dienst „Todoist“ ausprobiert. Diese Lösung ist für meine Zwecke zu mächtig. Tasks können nach Projekten, Labels und Prioritäten zugeordnet werden, um danach zu selektieren. Für mich viel zu unübersichtlich – direkt gelöscht.
Letzte Woche fragte mich ein Kollege, ob ich  Wunderlist kenne. Ein müdes Lächen huschte über meine Lippen und meine Erinnerungen an die App kamen wieder hoch. Wunderlist sei super und ich sollte es doch mal versuchen. Das tat ich auch und wurde überrascht – positiv!
Wunderlist hat in der Zwischenzeit mächtig viel an der App getan und zwar definitiv zum Positiven:
  • Aufgaben lassen sich unterschiedlichen Gruppen zuordnen, z.B. privat, Büro etc.
  • Aufgaben können Notizen und/oder weitere Unteraufgaben zugeordnet werden
  • Dateien können per Upload oder Dropbox angehängt werden
  • Fälligkeitsdatum und Erinnerungsdatum kann hinterlegt werden
  • Die Aufgaben können als Kalender eingebunden werden!
  • Aufgaben können mit weiteren Personen geteilt werden
  • Zu den geteilten Aufgaben können zwischen den Personen Kurznachrichten versendet werden
  • per Weiterleitung an me@wunderlist.com können E-Mail in Aufgaben „verwandelt“ werden
    Update: Nun wird auch ein Mail-Anhang in der Aufgabe hinterlegt
  • Für alle Betriebssysteme steht eine App bereit
  • Druckfunktion der z.B. Tagesübersicht
Damit das ganze auf einen Vorteil in der täglichen Arbeit bringt, habe ich mir ein paar Regeln aufgestellt:
  • ToDos sind „Projekte“, z.B. „Abrechnung 2014 erstellen“ , die mind. eine Unteraufgabe = Tasks, z.B. „Dienstleister anrufen“ haben
  • Sind es größere Projekte wird das Projekt als neue Liste angelegt
  • Projekte haben mind. eine Folgetätigkeit – dadurch ist immer der nächste Schritt definiert
  • alle Projekte oder Tasks haben ein Verb, z.B. „Herrn Mustermann anrufen“ – dies soll motivieren!
Die Vorgehensweise ist jeden Morgen wie folgt:
  • alle Aufgaben des Tages werden im Eingang erfasst, z.B. per Mail an Wunderlist gesendet
  • Aufgaben, die sich keine 2 min. dauern, werden direkt erledigt!
  • die Aufgaben werden in Projekte oder Tasks sortiert und mit einem Erledigungsdatum versehen bzw. aktualisiert
  • Die Sortierung erfolgt nach der 1-3-5-Regel: 1 Big Thing, 3 Medium Things, 5 Little Things
  • ToDos die im Laufe des Tages auflaufen, werden im Eingang notiert und spätestens am nächsten Morgen sortiert
Zu Anfang ist ein bischen Disziplin erforderlich, da erst alle ToDos erfasst werden müssen. Nach einigen Tagen ist das meiste notiert, so das nur Neues erfasst oder Bestehendes aktualisiert bzw. ergänzt werden muss.
Wer mehr zu den Selbst-Organisations-Techniken wissen möchte, dem sei der Artikel „Produktivität mit System: Von Getting Things Done bis Personal Kanban“ empfohlen.
Am Ende lässt sich aber nicht genau das eine System umsetzen, es wird auf jeden Fall ein Mix der vielen Möglichkeiten, damit jeder sich nach seiner Persönlichkeit wiederfindet!
Wunderlist: To-Do Liste
Wunderlist: To-Do Liste
Entwickler: 6 Wunderkinder
Preis: Kostenlos+