raspberry Pi – mein neues Bastelprojekt – Betriebssystem

So gefühlt alle zwei bis drei Jahre kommt mein Spieltrieb wieder vor und ich brauche etwas zum Basteln. Vor Jahren war es ein Linux-Rechner, dann ein Linksys WRT54G-Router, gepimpt mit OpenWrt oder Tomato.

Mein neues Spielzeug habe ich bereits hier kurz gezeigt. Der Raspberry PI B+ soll bei mir später Steckdosen und Heizungsthermostate steuern. Doch erst einmal braucht der Raspberry ein Betriebssystem!

Wie das funktioniert, habe ich kurz zusammen geschrieben. Als Betiebssystem installierst du die Linux-Distribution „wheezy“. Am Mac wird das Image wie folgt kopiert:

1. Download von wheezy

Das Image steht auf der offiziellen Raspberry Pi – Seite zur Verfügung – hier geht´s zum Download von www.raspberrypi.org Wenn du vorhast HomeMatic-Produkte einzusetzen, kannst das Image von der Seite homegar herunterladen. Vorteil ist, dass homegear.eu – Download (Middleware für HomeMatic) und openHAB vorinstalliert sind. Anschließend das Zip-File entpacken. Nun sollte eine Datei „2014-12-24-wheezy-raspbian.img“ in deinen Download-Ordner stehen.

2. Einbinden der SD-Karte

Die SD-Karte (FAT32-formatiert) steckst du in den Slot und suchst dann im Apple-Menü unter „Über diesen Mac“ / Button „Systembericht“ unter „USB“ nach Hochgeschwindigkeits-Bus / Hub / Integrierter Speicherkartenleser nach dem Namen. In meinem Fall war es „disk1s1“ oder auch „disk4s1. Per Terminal (unter Dienstprogramme) folgendes eingeben, um die Karte „unmounten“ (auszuwerfen), ohne sie zu entnehmen!

sudo diskutil unmount /dev/disk4s1

3. Kopieren des Images

Mit dem Befehl

cd Downloads

sudo dd if=2015-01-31-raspbian.img of=/dev/disk4 bs=1m

kopierst du das Image auf die Karte. Der Vorgang dauert schnell mal 5-10 Minuten. Das erfolgreiche Kopieren wird dir mit einer recht kryptischen Nachricht bestätigt: Bildschirmfoto 2015-02-05 um 18.45.02 4. SD-Karte in den SD-Reader des Raspberry Pi stecken

Die SD-Karte auswerfen und in den Raspberry Pi einlegen und starten. Wenn alles geklappt hat, leuchtet an deinen Raspberry das rote Lämpchen dauerhaft, das grüne flackert ab und an auf. Leuchtet nur das rote Lämpchen, ist etwas schief gegangen. Dann einfach nochmal das Image auf die Karte kopieren. Mittels SSH-Aufruf kannst du dich nun auf die Oberfläche des Raspberry einloggen. Dazu muss aber die IP-Adresse des Raspberry bekannt sein. Im Router wird der Minirechner als „raspberrypi“ angezeigt.

ssh pi@192.168.1.36

Nach dem Drücken der Enter-Taste kommt eine Abfrage, die mit „yes“ -> Enter bestätigt wird. Das Standardpasswort lautet raspberry und wird mit Enter bestätigt. Erhältst du den Fehler „Host key verification failed.“, muss der Befehl „ssh-keygen -R 192.168.1.36“ eingegeben werden. Dann den obigen Login-Befehl wiederholen. Zu Beginn solltest du das Standardpasswort für den pi-User ändern. Das geschieht über den Befehl

passwd

und der Eingabe des alten und doppelten Eingabe des neuen Passworts.

sudo dpkg-reconfigure tzdata

führt in ein grafisches Interface, in welchem die richtige Zeitzone ausgewählt werden kann. Damit der RPi den gesamten Speicherplatz der SD-Karte nutzen kann, wird das Filesystem erweitert. Mit dem Befehl

sudo raspi-config

gelangst du in ein grafisches Interface. Jetzt wählst du die Option „Expand Filesystem“ bzw. „expand_rootfs“ aus und bestätigt die Eingaben, so dass der RPI schließlich nach dem Beenden des Menüs neugestartet und die Terminalverbindung getrennt wird. Ich empfehle nach dem erfolgreichen Start erst einmal das System zu aktualisieren. Mit folgenden Befehlen per Terminal geht dieser Schritt recht zügig.

sudo apt-get update sudo apt-get upgrade -y

Anschließend werden nicht benötigte Pakete entfernt und das System neugestartet.

sudo apt-get autoremove -y sudo reboot

Fertig – der Raspberry ist nun fertig eingerichtet!