Applescript: SSH zum Raspberry

Hier noch schnell ein Script, um vom Schreibtisch deines Macs den Raspberry per SSH zu verbinden.

 

Anschließend speicherst du das Applescript als „Programm“ und nicht als „Script“. Somit kannst du es direkt anklicken und es wird ausgeführt, ohne den Scripteditor zu bemühen:

SSH@Raspberry

Raspberry-Pi: WLAN-Stick installieren

Die Installation eines Wlan-Sticks ist recht simpel. Mit ein paar Befehlen installierst du den Treiber und setzt die Einstellungen.

Um den richtigen Treiber zu installieren, musst du wissen, welcher Chipsatz im Stick verwendet wird. Dazu steckst du erstmal den WLAN-Stick ein.

Dann lässt du dir per

die eingebundenen USB-Geräte anzeigen.

Screenshot lsusb

Die letzte Zeile verrät den WLAN-Adapter als Realtek-Chipsatz. Mit Hilfe von

suchst du nach einem passenden Treiber in den Software-Repository.

Das Such-Ergebnis “firmware-realtek” ist der passende Treiber. Sollte ein anderer Chipsatz verwendet werden, suchst du entsprechend nach dem gleichen Schema danach. Zur Installation einfach

eingeben und anschließend den Raspberry neu starten:

Der Befehl

zeigt alle verfügbaren WLAN-Netzwerke an. Die für den Netzwerk relevanten Informationen schreibst du in die Datei „etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf“ mit dem Befehl

„Nano“ ist ein Texteditor der mit CTRL-O speichert und mit CTRL-X geschlossen wird.

Die Datei wird leer bzw. nicht vorhanden sein. Folgendes trägst du ein:

Für „ssid“ trägst du den Namen deines Netzwerkes ein. Für „psk“ das Passwort (WPA-Schlüssel) deines Netzwerkes. Die Anführungszeichen/Hochkomma bleiben stehen! Weitere Einstellungen sind nicht notwendig, es sei denn du nutzt z.B. nicht WPA (WPA2 = proto=RSN). Die Datei speicherst du mit STRG+O und mit STRG+X verlässt du den Editor.

In der Datei /etc/network/interfaces trägst du nach Aufruf im Editor:

folgenden Zeilen ein:

auto wlan0 = dass der WLAN-Stick sich automatisch mit dem Netzwerk verbindet,

iface wlan0 inet dhcp = die IP via DHCP abzurufen, und

wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf liest die vorhin eingegebenen Verbindungseinstellungen aus.

Wieder speicherst du mit STRG+O und beendest mit STRG+X. Nun folgt wieder ein Reboot deines Raspberry Pi mit:

Wenn alles geklappt hat, zeigt dir der Befehl:

alle angeschlossenen Netzwerkverbindungen an!

 

Power Saving deaktivieren

Standardmäßig ist die Energiesparfunktion aktiviert. Soll heißen, dass die Netzwerkverbindung bei Inaktivität unterbrochen wird. Diese Funktion kannst  du durch anlegen einer Konfigurationsdatei deaktivieren, so dass der Raspberry dauerhaft erreichbar ist. Die Konfiguationsdatei legst du mit den folgenden Schritten an:

Den Dateiname bestimmt der verwendete Treiber, den du wieder mit dem Befehl (vgl. oben)

ermitteln kannst.

In meinem Fall heißt die Datei dann 8192cu.conf. Die Datei legst du mit

an und trägst folgende Zeile ein:

Abspeichern der Datei mit Strg+X. Und schon hast du die „Power Saving“-Funktion abgeschaltet. Mit

startest du den Service neu. Unter wieder mit

kannst du kontrollieren, ob der WLAN-Adapter richtig konfiguriert ist.

Solltest du bereits den Raspberry per LAN angeschlossen haben und per SSH zugreifen, denk an die Portweiterleitung im Router!

Hat dir diese kurze Anleitung geholfen? Lass es mich wissen – per Kommentar!

openHAB auf dem Raspberry installieren

Im letzten Beitrag habe ich die Installation des Betriebssystem für den Raspberry beschrieben. Nun soll er auch eine Aufgabe bekommen. Und zwar openHAB zu betreiben. Kurz zu openHAB: Es ist ein Server, mit dem du eine Homeautomation aufsetzen kannst. Es lassen sich zum Beispiel Lampen schalten, Rolläden hoch/runterfahren etc. Sehr charmant finde ich die Möglichkeit, durch Regeln Abläufe zu definieren, die dann zu einem bestimmten Ereignis gestartet werden. Wenn die Sonne untergeht, soll eine halbe Stunde später die Flurlampe angeschaltet und die Rolladen heruntergefahren werden.

„openHAB auf dem Raspberry installieren“ weiterlesen

raspberry Pi – mein neues Bastelprojekt – Betriebssystem

So gefühlt alle zwei bis drei Jahre kommt mein Spieltrieb wieder vor und ich brauche etwas zum Basteln. Vor Jahren war es ein Linux-Rechner, dann ein Linksys WRT54G-Router, gepimpt mit OpenWrt oder Tomato.

Mein neues Spielzeug habe ich bereits hier kurz gezeigt. Der Raspberry PI B+ soll bei mir später Steckdosen und Heizungsthermostate steuern. Doch erst einmal braucht der Raspberry ein Betriebssystem!

Wie das funktioniert, habe ich kurz zusammen geschrieben. Als Betiebssystem installierst du die Linux-Distribution „wheezy“. Am Mac wird das Image wie folgt kopiert:

1. Download von wheezy

Das Image steht auf der offiziellen Raspberry Pi – Seite zur Verfügung – hier geht´s zum Download von www.raspberrypi.org Wenn du vorhast HomeMatic-Produkte einzusetzen, kannst das Image von der Seite homegar herunterladen. Vorteil ist, dass homegear.eu – Download (Middleware für HomeMatic) und openHAB vorinstalliert sind. Anschließend das Zip-File entpacken. Nun sollte eine Datei „2014-12-24-wheezy-raspbian.img“ in deinen Download-Ordner stehen.

2. Einbinden der SD-Karte

Die SD-Karte (FAT32-formatiert) steckst du in den Slot und suchst dann im Apple-Menü unter „Über diesen Mac“ / Button „Systembericht“ unter „USB“ nach Hochgeschwindigkeits-Bus / Hub / Integrierter Speicherkartenleser nach dem Namen. In meinem Fall war es „disk1s1“ oder auch „disk4s1. Per Terminal (unter Dienstprogramme) folgendes eingeben, um die Karte „unmounten“ (auszuwerfen), ohne sie zu entnehmen!

sudo diskutil unmount /dev/disk4s1

3. Kopieren des Images

Mit dem Befehl

cd Downloads

sudo dd if=2015-01-31-raspbian.img of=/dev/disk4 bs=1m

kopierst du das Image auf die Karte. Der Vorgang dauert schnell mal 5-10 Minuten. Das erfolgreiche Kopieren wird dir mit einer recht kryptischen Nachricht bestätigt: Bildschirmfoto 2015-02-05 um 18.45.02 4. SD-Karte in den SD-Reader des Raspberry Pi stecken

Die SD-Karte auswerfen und in den Raspberry Pi einlegen und starten. Wenn alles geklappt hat, leuchtet an deinen Raspberry das rote Lämpchen dauerhaft, das grüne flackert ab und an auf. Leuchtet nur das rote Lämpchen, ist etwas schief gegangen. Dann einfach nochmal das Image auf die Karte kopieren. Mittels SSH-Aufruf kannst du dich nun auf die Oberfläche des Raspberry einloggen. Dazu muss aber die IP-Adresse des Raspberry bekannt sein. Im Router wird der Minirechner als „raspberrypi“ angezeigt.

ssh pi@192.168.1.36

Nach dem Drücken der Enter-Taste kommt eine Abfrage, die mit „yes“ -> Enter bestätigt wird. Das Standardpasswort lautet raspberry und wird mit Enter bestätigt. Erhältst du den Fehler „Host key verification failed.“, muss der Befehl „ssh-keygen -R 192.168.1.36“ eingegeben werden. Dann den obigen Login-Befehl wiederholen. Zu Beginn solltest du das Standardpasswort für den pi-User ändern. Das geschieht über den Befehl

passwd

und der Eingabe des alten und doppelten Eingabe des neuen Passworts.

sudo dpkg-reconfigure tzdata

führt in ein grafisches Interface, in welchem die richtige Zeitzone ausgewählt werden kann. Damit der RPi den gesamten Speicherplatz der SD-Karte nutzen kann, wird das Filesystem erweitert. Mit dem Befehl

sudo raspi-config

gelangst du in ein grafisches Interface. Jetzt wählst du die Option „Expand Filesystem“ bzw. „expand_rootfs“ aus und bestätigt die Eingaben, so dass der RPI schließlich nach dem Beenden des Menüs neugestartet und die Terminalverbindung getrennt wird. Ich empfehle nach dem erfolgreichen Start erst einmal das System zu aktualisieren. Mit folgenden Befehlen per Terminal geht dieser Schritt recht zügig.

sudo apt-get update sudo apt-get upgrade -y

Anschließend werden nicht benötigte Pakete entfernt und das System neugestartet.

sudo apt-get autoremove -y sudo reboot

Fertig – der Raspberry ist nun fertig eingerichtet!